Boston
Terrier
FCI-Standard Nr.140 / 20.04.1998
Übersetzung:
Frau Elke Peper
Ursprung:
USA
Datum der
Publikation des gültigen Originalstandards: 02.02.1995
Verwendung:
Begleithund
Klassifikation
FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde.
Sektion 11 Kleine doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung
Allgemeines
Erscheinungsbild:
Der Boston Terrier ist ein lebhafter, höchst intelligenter, kurzhaariger
Hund von ausgewogener Gesamterscheinung mit kurzem Kopf, kompaktem Gebäude
und kurzer Rute. Er ist gestromt, schwarz oder seal (d.h. schwarz mit rötlichem
Schimmer, der jedoch nur bei Sonne oder bei hellem Licht zu sehen ist),
jeweils mit gleichmäßiger weißer Zeichnung. Der Kopf steht in gutem
Verhältnis zur Gesamtgröße des Hundes und sein Ausdruck lässt einen
hohen Intelligenzgrad
Erkennen. Der Körper ist ziemlich kurz und fest gefügt, die Gliedmaßen
sind kräftig und wohlgeformt, die Rute ist kurz. Kein Merkmal ist dabei
so stark ausgeprägt, dass der Hund schlecht proportioniert erscheint. Der
Hund vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität
mit viel Eleganz; seine Haltung ist leicht und anmutig. Die harmonische
Kombination von Farbe und weißer Zeichnung ist ein besonders
kennzeichnendes Merkmal eines vorbildlichen Rassevertreters. Den Merkmalen
Ausgewogenheit, Ausdruck, Farbe und weiße Zeichnung sollte bei der
Bewertung des allgemeinen Erscheinungsbildes gegenüber anderen Punkten
besondere Beachtung geschenkt werden. Der klar umrissene, kurze Körper,
verbunden mit dem einzigartigen Charakteristikum des quadratischen Kopfes
und Vorgesichts und die beeindruckende Farbzeichnung haben ein besonders
nettes, charmantes Wesen amerikanischen Ursprungs geprägt: den Boston
Terrier.
Im Vergleich von Vertretern beiderlei Geschlechts besteht der einzige
erkennbare Unterschied in dem etwa zierlicheren Körperbau bei der Hündin.
Wichtige
Proportionen:
Die Höhe der Läufe muss in gutem Verhältnis zur Rumpflänge stehen, um
dem Boston Terrier sein eindrucksvolles, quadratisches Erscheinungsbild zu
geben. Der Boston Terrier ist ein kräftiger Hund, der weder spindeldürr
noch derb wirken darf. Seine Knochen und seine Muskulatur müssen in gutem
Verhältnis zum Gewicht und zum Gebäude des Hundes stehen und zu deren
gewünschter Ausprägung beitragen.
Verhalten
/ Charakter (Wesen):
Der Boston Terrier ist ein freundlicher, lebhafter Hund. Die Rasse ist
vorzüglich veranlagt und von hoher Intelligenz, was den Boston Terrier zu
einem einzigartigen Begleithund werden lässt.
Kopf:
OBERKOPF
Schädel: Quadratisch, oben flach, faltenfrei; mit steil abfallender
Stirnpartie.
Stop: Gut ausgeprägt
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz, breit, er zeigt eine deutliche Linie zwischen den
Nasenlöchern.
Fang: Das Vorgesicht ist kurz, quadratisch, breit und tief und steht in
gutem Verhältnis zum Schädel. Es ist faltenfrei, kürzer als breit oder
tief; seine Länge beträgt maximal ca. ein Drittel der Schädellänge.
Die Oberlinie des Fangs vom Stop bis zur Nasenspitze verläuft parallel
zur Oberlinie des Schädels.
Lefzen: Tief,, hängen jedoch nicht lose herab und bedecken die Zähne
vollständig, wenn der Fang geschlossen ist.
Kiefer / Zähne: Breit und quadratisch mit kurzen, regelmäßig
angeordneten Zähnen. Das Gebiss hat Zangenschluss oder genügend Vorbiss,
um den Fang das quadratische Aussehen zu geben.
Wangen: Flach.
Augen: Weit auseinander platziert, groß, rund und dunkel. Sie sind
rechtwinkelig zu dessen Umrisslinien im Schädel eingesetzt, die äußeren
Augenwinkel liegen von vorn gesehen, auf einer Linie mit den Wangen.
Der ideale Ausdruck des Boston Terriers ist aufmerksam und freundlich und
zeigt einen hohen Intelligenzgrad. Dies ist ein besonders wichtiges
Charakteristikum der Rasse.
Ohren: Klein, aufrecht getragen um die Form des Kopfes zu betonen und so
dicht wie möglich an den äußeren Schädelkanten angesetzt.
Hals:
Die Länge des Halses muss das ausgewogene Erscheinungsbild des ganzen
Hundes prägen. Der Nacken ist leicht gebogen; er trägt den Kopf anmutig
und zeigt einen harmonischen Übergang zu den Schultern.
Körper:
Der Körper sollte kurz wirken.
Obere Profillinie: Eben
Rücken: Kurz genug um den Körper quadratisch wirken zu lassen.
Kruppe: Sie fällt zum Rutenansatz hin leicht ab.
Brust: Tief und von guter Breite, die Rippen sind am Ansatz gut gebogen
und reichen weit nach hinten bis zur Lendenpartie.
Rute:
Tief angesetzt, kurz, fein und spitz zulaufend, sie ist gerade oder
schraubenförmig und darf nicht oberhalb der Waagrechten getragen werden.
(Anmerkung: Die bevorzugte Rutenlänge beträgt maximal ein Viertel der
Entfernung zwischen Rutenansatz und Sprunggelenk.)
Gliedmassen:
VORDERHAND: Die Vorderläufe stehen mäßig weit auseinander und liegen
auf einer geraden Linie unterhalb der Schulterblattspitzen. Knochen
gerade.
Schultern: Schräg gelagert und gut zurückliegend, auf diese Weise die
elegante Bewegung des Boston Terriers ermöglichend.
Ellenbogen: Weder nach Innen noch nach außen gedreht.
Vordermittelfuß: Kurz und kräftig. Wolfskrallen dürfen entfernt werden.
Vorderpfoten: Klein, rund und kompakt, weder einwärts noch auswärts
gestellt, gut gebogene Zehe mit kurzen Krallen.
HINTERHAND:
Oberschenkel: Kräftig, gut bemuskelt und korrekt angesetzt.
Knie: Gut gewinkelt.
Hintermittelfuß: Kurz und weder nach innen noch nach außen gestellt, die
Sprunggelenke sind ausgeprägt.
Hinterpfoten: Klein und kompakt mit kurzen Krallen.
Gangwerk:
Die Bewegung des Boston Terriers ist die eines trittsicheren Hundes mit
geradliniger Bewegung, wobei die Vorder- und Hinterläufe in perfektem
Rhythmus geradlinig nach vorn geführt werden und jeder Schritt Anmut und
Kraft anzeigt.
Haarkleid:
Haar: Kurz, glatt, glänzend und fein in seiner Textur.
Farbe: Gestromt, Schwarz oder Seal jeweils mit weißer Zeichnung
(Anmerkung: Seal ist zu definieren als Schwarz mit rötlichem Schimmer,
der nur bei Sonnelicht oder sonstigem hellem Licht zu erkennen ist). Die
Farbe gestromt wird ausschließlich dann bevorzugt, wenn alle anderen
Punkte in ihrer Qualität gleich sind.
Geforderte Zeichnung: Weiße Markierung rund um den Fang, weiße Blesse
zwischen den Augen, weiße Vorderbrust.
Erwünschte Zeichnung: Weiße Markierung rund um den Fang, gleichmäßige
weiße Blesse zwischen den Augen und über dem Kopf. Weiß rund um den
Hals und an der Vorderbrust, Vorderläufe teilweise oder ganz weiß.
Hinterläufe weiß unterhalb der Sprunggelenke (Anmerkung: Kein ansonsten
typischer Rassevertreter sollte dafür bestraft werden, dass er nicht die
erwünschte Zeichnung aufweist).
Ein Hund mit überwiegend weißem Kopf oder Körper muss allerdings
besondere andere Vorzüge haben, um diese Mängel ausgleichen zu können.
Gewicht:
Das Gewicht wird folgendermaßen in Klassen eingeteilt:
unter 6,8 kg (klein)
6,8 kg bis unter 9 kg (mittel)
9 kg bis max. 11,3 kg (groß)
FEHLER:
Jede Abweichung von vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen
sollte.
Klobiges oder klotziges Erscheinungsbild
Enge oder weite Nasenlöcher
Augen, die zu viel weiß oder Nickhaut zeigen
Größe der Ohren unproportioniert zur Kopfgröße
Fröhlich getragene Rute
Substanzarme Läufe
Steile Kniegelenke
Gespreizte Pfoten
Rollende, paddelnde oder webende Aktion; Hackney-Bewegung (steppender
Gang).
SCHWERE
FEHLER:
Kreuzbiss
Zunge oder Zähne bei geschlossenem Fang sichtbar
Gerundeter oder eingesunkener Rücken
Flache Rippenwölbung
Jegliche kreuzende Aktion, gleichgültig ob in Vorder- oder Hinterhand.
AUSSCHLIESSENDE
FEHLER:
Aggressiv oder ängstlich
Fleischfarbene, braune oder gefleckte Nase
Augenfarbe blau oder jegliche Spur von Blau
Kupierte Rute
Einfarbig schwarz, gestromt oder seal ohne die geforderte Zeichnung
Grau oder Leberfarbe.
Hunde, die
deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen
disqualifiziert werden.
N.B:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die
sich vollständig im Hodensack befinden.